UNSER ANLIEGEN

Wir, der Initiativkreis für die Zukunft von Bad Kissingen, sind eine Gruppe von Menschen, denen die Entwicklung ihrer Stadt am Herzen liegt.

Wir sind der Überzeugung, dass es einen Aufbruch für Bad Kissingen braucht, um die Stadt Bad Kissingen zukunftsfähig und lebendig zu machen.

Wir können und wollen dies gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt.

Machen Sie mit bei der Initiative für eine bessere Zukunft in Bad Kissingen! Engagieren Sie sich! Zeigen Sie sich! Haben Sie den Mut, denn Sie sind nicht allein!

Auf dieser Internetseite haben wir alle Informationen und aktuelle Themen gesammelt.

Gehen Sie mit uns in den Dialog! Wir freuen uns.

AKTUELLES

THEMEN UND POSITIONEN

Eine bewusste Ausrichtung auf eine lebendige Zukunft verstehen wir als Kernelement einer Stadtkultur. Dazu schlagen wir ein Zukunftsbüro im Rathaus vor, das Runde Tische, Bürger­gespräche, Zukunftswerkstätten und Innovationsbörsen organisiert. Ein solches Zukunftsbüro klärt auf, fördert Kreativität, ist bürgernah, sammelt Ideen und entwickelt innovative Projekte. Bad Kissingen muss aufwachen, statt seine Zukunft zu verschlafen.

Wir schlagen vor, dass Bad Kissingen zu einer Gemeinwohl-Gemeinde wird und eine kommu­nale Gemeinwohl-Bilanz erstellt. Damit sollte sich Bad Kissingen selbst bewerten, inwieweit es Kriterien der Menschenwürde, Solidarität, ökologischen Nachhaltigkeit, sozialen Gerechtigkeit, demokratischen Mitbestimmung und Transparenz in seinem eigenen Verhalten sowohl Liefe­ran­ten als auch Geldgebern, den eigenen Mitarbeitern und Mandatsträgern, den Bürgerinnen und Bürgern und ihrem gesellschaftlichen Umfeld gegenüber erfüllt. Daraus ergeben sich dann Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung, so dass Bad Kissingen eine Gemeinde der Förde­rung des Gemeinwohls und des Vorbildes für andere Gemeinden, aber auch für Unternehmen sein kann. Kriterien der Förderung des Gemeinwohls sollten bei Städtischen Entscheidungen eine wesentliche Rolle spielen.

Als Kurort hat Bad Kissingen eine besondere Verantwortung für die Erhaltung natürlicher Lebensräume, die Förderung der Artenvielfalt und eine Pflege seiner natürlichen Umwelt. Naturnahe Wälder können bewusst als Erlebnisfelder für eine nicht-entfremdete, sondern un­mittelbare und direkte Beziehung zur Natur genutzt werden. Kur- und Heilwälder sollten ausge­wiesen werden, um nicht nur Erholung, sondern auch Gesundheitsförderung oder gar thera­peutische Wirkungen des Waldes erfahrbar zu machen. Die holzwirtschaftliche Nutzung der Stadtwälder ist daher auf ein minimales notwendiges Maß zu reduzieren! Als Transition-Town soll Bad Kissingen seinen Teil zur Verhinderung der Klimakatastrophe beitragen. Es geht um mehr Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und eine klimaneutrale Energiebilanz.

Als Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk besitzt Bad Kissingen eine besondere Verantwor­tung für die Gesundheitsförderung seiner Bürger. Es ist dringend erforderlich, ein Präventions­netz mit allen Engagierten und Beteiligten zu gründen. Als Kurort mit dem Schwerpunkt men­tal-seelischer Gesundheit braucht es zielführende Maßnahmen und Angebote für die eigenen Bürger zur Resilienzförderung und zu einem gesunden Umgang mit Ernährung und Bewegung. Ärzte müssen unbedingt einbezogen werden, damit dem Rückgang von niedergelassenen Ärzten, der im Landkreis bereits unmittelbar spürbar ist, entgegengewirkt werden kann. Bad Kissingen als Kurstadt sollte Vorbild sein für eine gesunde Stadt und aktiv im „Gesunde Städte-Netzwerk“ mitarbeiten. Dazu ist eine entsprechende städtische Stelle vorzusehen.

Bad Kissingen benötigt unbedingt mehr Bürgerfreundlichkeit, mehr Transparenz, mehr Offen­heit, mehr Gespräche miteinander statt übereinander, mehr Lösungsorientierung statt Prob­lemorientierung, mehr Augenhöhe in Verhandlungen, mehr Anerkennung und Unterstützung für engagierte Bürger und Unternehmen, mehr Freude aneinander und innere Teilhabe am Er­folg von Projekten und Unternehmen und gegenseitigen Respekt.

Die zunehmende Verstädterung, die zunehmende Digitalisierung, die zunehmende Konsum­orientierung und Vereinzelung führen zu einer zunehmenden Entfremdung des modernen Menschen. Bad Kissingen muss seine Chancen nutzen, lebendige und positive Antworten auf die Schattenseiten dieser Entwicklungen zu geben: 
durch die Besinnung und Weiterentwicklung des Dienstleistungssektors, der Arbeitsplätze er­hält, wenn woanders durch künstliche Intelligenz und Digitalisierung Arbeitsplätze verschwin­den,

durch aktive Förderung naturnaher Erlebnisbereiche, wie naturnahe Wälder zur Besinnung und Entschleunigung, um für den städtischen Alltag einen Ausgleich herzustellen,

durch die aktive Förderung kultureller Begegnungsmöglichkeiten, um der Vereinzelung entge­genzuwirken.

Eine systematische Reflexion der gesellschaftlichen Trends und ihrer unmittelbaren Chancen für Bad Kissingen und der Möglichkeiten zur Balancierung seiner Risiken ist eine große Her­ausforderung und gleichzeitig auch eine große Chance für die Stadt.

„Transparenz ermöglicht eine bessere Beteiligung der Bürger am Entscheidungsprozess und gewährleistet eine größere Legitimität, Effizienz und Verantwortung der Verwaltung gegenüber dem Bürger in einem demokratischen System.“ Dieser Satz, der bereits im Jahr 2001 in einer Verordnung der Europäischen Union zum Informationsrecht der EU-Bürger stand, muss in Bad Kissingen nun endlich auch gelebt und umgesetzt werden. Nach wie vor besteht eine vielfach zu beobachtende Neigung, allein mit dem Hinweis auf eine ungestörte Beratung oder aus Scheu vor einer kritischen Öffentlichkeit hinter verschlossene Türen zu beraten und zu entscheiden. Die Geheimhaltung gilt aber auch hier nur, solange es dafür sachliche Gründe gibt. Das Gesetz sieht ausdrücklich vor (Art. 52 Abs. 3 GO), dass nach Wegfall des Geheimhaltungsgrundes die Beschlüsse bekanntzugeben sind. Eine Vorschrift, die in der Praxis ziemlich regelmäßig missachtet wird, sei es bewusst oder aus Nachlässigkeit. Wenn ein Grundstücksgeschäft gelaufen ist, gibt es keinen Grund mehr, dieses der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Wenn die Einstellung eines Mitarbeiters beschlossen ist, darf das auch die Öffentlichkeit wissen.

Neue Vorhaben mit Relevanz müssen von der Stadt frühzeitig bekannt gegeben werden, und zwar mit allen Unterlagen, die das Projekt oder die Maßnahme betreffen. Die Stadtverwaltung muss ein Quorum-System einführen, mit der sich die gesellschaftliche Relevanz stadtpolitscher Themen feststellen lässt. Erreicht ein stadtpolitisches Thema ein gewisses Quorum, so soll dies direkt Vorgänge wie Bürgerversammlungen, eine Anhörung im Ausschuss bzw. Rederecht im Stadtrat nachziehen. Um dies zu gewährleisten muss eine Bürgerbeteiligungssatzung erstellt werden.

Es braucht einen aktiven Umgang mit den Leerständen der Innenstadt. Leerstände und ungenutzte Flächen in der Stadt müssen katalogisiert und Kunstschaffenden und Kulturinitiativen für einen „Freiraum auf Zeit“ als Zwischennutzung zur Verfügung gestellt werden. Die regionalen Unternehmen und Gewerbetreibenden sollten aktiver eingebunden werden in die kreative Innenstadtentwicklung. Veranstaltungen auf dem Marktplatz, wie beispielsweise der Weihnachtsmarkt, erfordern völlig neue und
kreative Konzepte.

Die unkommerzielle/kommerzielle Kunst- und Kreativwirtschaft, die Start-Up-Szene sowie die Forschung mit ihren Spin-Off’s sehen wir als essentiell für die Zukunft von Bad Kissingen an. Hier müssen die generellen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Kreativität angezogen und gehalten wird. Diese Rahmenbedingungen sollen auch aktiv durch Wirtschaftsförderung begleitet und gefördert werden.

Bad Kissingen muss jünger werden. Es ist dringend erforderlich, die Attraktivität für jüngere Leute zu erhöhen. Es braucht Aktivitäten und Angebote für junge Leute, wie den Stadtstrand, und für Familien. Es braucht eine Förderung von Mehrgenerationen-Projekten, damit Jung und Alt in Bad Kissingen fruchtbar zusammen leben und zusammen arbeiten. Unternehmen und Institutionen müssen über die unterschiedlichen Wertewelten der Generationen (z.B. Generation X, Y, Z) aufgeklärt werden und kreative Ansätze für gemeinsame Aktionen entwickeln, wie z.B. eine Zeit-Bank, in der Jüngere und Ältere sich austauschen.

Eine intensive Kooperation mit der regionalen Wirtschaft ist nötig. Nur mit wirtschaftlicher Stärke und verantwortungsvollen Unternehmen können wir unsere Stadt weiter entwickeln. Es braucht eine Vernetzung und offene Zusammenarbeit mit dem Landkreis, statt einer Abschottung. Es braucht eine Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten und Nachbargemeinden auf Augenhöhe und mit dem Ziel gemeinsamer Vorteile sowie der Gestaltung einer erfolgreichen gemeinsamen Zukunft.

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